Girls‘ Day 2026: Per Rallye durch das Ingenieurwesen
Berufe kennenlernen, in denen meist Männer arbeiten: Das ist das Ziel des Girls‘ Days. An unserer Hochschule haben 57 Schülerinnen einen Einblick in die Ingenieurwissenschaften gewonnen – interaktiv und praxisnah.
Was macht eigentlich eine Ingenieurin? Und was muss man studieren, um eine zu werden? Um Antworten auf diese Fragen zu liefern, veranstaltete unsere Hochschule beim Girls‘ Day unter anderem eine interaktive Rallye durch die fünf Fachbereiche der Ingenieurwissenschaften auf dem Technologie-Campus Steinfurt. In drei Gruppen lernten Schülerinnen das Chemie- und Physikingenieurwesen, Elektrotechnik und Informatik, den Maschinenbau und die Arbeit in den Themenfeldern Energie – Gebäude – Umwelt kennen. Sie erfuhren, warum Werkstofftechniker*innen in Materialprüfversuchen Bauteile erst einmal zerstören – nämlich, damit sie später mehr aushalten. Einen Einblick in die Zusammensetzung von Materialien erhielten sie im Labor für Instrumentelle Analytik, sie lernten im Planspiel PowerUp, wie man ein Versorgungsnetz mit Erneuerbaren Energien schafft, und bekamen einen Einblick in die Augmented Reality am Fachbereich Elektrotechnik und Informatik.
Mit Diplomingenieur Holger Uphoff legten die Schülerinnen Kosmetikprodukte unters Mikroskop. Dazu gehört auch, die Proben fachgerecht aufzubereiten, um sie später analysieren zu können. „Es ist wirklich spannend, zu entdecken, was in den Produkten eigentlich drinsteckt“, sagt Schülerin Mia. „Mit bloßem Auge kann man das ja nicht sehen.“ Ihre Laborpartnerin Pia-Marie ergänzt: „Wir haben im Biologie-Unterricht schon mal im Labor gearbeitet, aber in der Schule machen wir das nicht häufig.“
In Münster schnupperten Schülerinnen in die vielfältige Welt des Bauingenieurwesens hinein. Nach einem Einstieg mit einem Gruppenspiel, bei dem sie selbst eine Baustelleneinrichtung planten, ging es ins Bautechnische Zentrallabor. Dort erhielten sie von Studentinnen und Doktorandinnen des Fachbereichs Einblicke aus erster Hand zu den Möglichkeiten im Studium und führten Tragversuche mithilfe ihres eigenen Körpergewichts durch. Im Bereich Wasserwirtschaft lösten sie ein Escape Game und erfuhren dabei spielerisch, wie wichtig die Ressource Wasser ist. Zum Abschluss beschäftigten sie sich mit dem Schwerpunkt Verkehrswesen, führten eigene Versuche zum Verkehrsfluss durch und gingen der Frage nach, wie Staus überhaupt entstehen und wie man sie vermeiden kann.
Einblicke ins Programmieren erhielten die Schülerinnen, die den Fachbereich Wirtschaft besuchten. Mithilfe der digitalen Plattform Scratch entwickelten sie Schritt für Schritt ein eigenes Ping-Pong-Spiel. Dabei ließen sie ihrer Kreativität bei der Gestaltung des Spielfelds, dem Design des Balls oder der Auswahl der Soundeffekte freien Lauf.






